Anfänge der Schweizer Plakatgeschichte

In der Schweiz hatte sich wie in Deutschland um 1900 das Bildplakat durchgesetzt. Eigentlich künstlerische Reklameanforderungen wurden in der Schweiz erst Ende des 19. Jahrhunderts gestellt. Vorher hatte es eigentlich lediglich Ankündigungszweck für eine Botschaft, meistens als handgesetztes Schriftenplakat in Buchdrucktechnik.

Die Schweizer Maler benutzten das Pariser Vorbild von Jules Chéret und wandten die künstlerisch veredelte Reklame aus Frankreich an. Die Westschweizer Maler Eugène Grasset und Théophile A. Steinlen wurden zu Pionieren des neuen Mediums.

Kunsthaus Zürch Ferdinand Hodler

1891 machte Ferdinand Hodler für sein erstes Schriftplakat nur eine kleine Skizze als Anweisung für den Typographen. Der Gestaltung von Bildplakaten wandte er sich 1896/97 zu, als er dafür Aufträge von einer privaten Firma und von der Zürcher Kunstgesellschaft erhielt. Beide Aufträge beschäftigten ihn intensiv, wurden schliesslich aber doch nicht realisiert. Das erste Bildplakat Hodlers, das im Druck erschien, war das Plakat für die XIX. Ausstellung der Wiener Secession von 1904.

Wie im Ausland gingen auch in der Schweiz die ersten Aufträge für moderne Bildplakate an Maler – und sowohl Ferdinand Hodler wie Cuno Amiet waren nicht zu stolz für diese schlichte Kunst. Sie warben für Ausstellungen, Schützen-, Turnfeste und öffentlichen Verkehr, immer begleitet durch den in der Schweiz genutzten Steindruck. Hodlers vom Symbolismus beeinflusster Monumentalstil beeinflusste nicht nur seine Malerei sondern auch seinen Plakatstil des Fin de Siècle.

Wie in Hodlers Plakatentwürfen zeigten die meisten Schweizer Künstlerplakate der ersten Phase von etwa 1890 bis 1920 Motive der Gemälde mit einer überzeugenden Verknüpfung von Bild und Schrift. Zu den wenigen besonders überzeugenden Plakatentwürfen dieser Art gehörten die Arbeiten des jungen Augusto Giacometti – in Anlehnung an die Arbeiten von Eugène Grasset – oder diejenigen von Burkhard Mangold. Die erste Generation von Schweizer Plakatkünstlern arbeitete jedoch zu einem grossen Teil unter dem Eindruck von Hodlers Malerei und nicht unter dem Eindruck seiner wenigen Bildplakate. Ausser bei Ferdinand Hodler war die Stilkunst des Jugendstils in der Schweiz nie so stark vertreten wie in Frankreich, England, Österreich oder Deutschland.

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