Die kommerzielle Werbung der 50er und 60er Jahre in der Schweiz

Die anfänglich hyperrealistisch zeichnenden Grafiker Hans Aeschbach, Herbert Leupin oder Donald Brun konnten sich in den fünfziger und sechziger Jahren mit ihren Plakaten für mehrheitlich Basler Firmen auf die Gestaltung der späten 20er Jahre berufen. Eine sachlich-gegenständliche Gestaltung gespickt mit einfacher Bilderzählung, oft humorvollen Inhalten, einprägsamen Figurensigneten und farbigen Farbkontrasten prägt ihre Plakatgestaltung.

In die Geschichte des Schweizer Plakatschaffens gehört die Stilrichtung „Neue Grafik“ oder „Swiss Style“, das „Sprachrohr der konstruktiven Grafiker, die auf das Figürliche ganz verzichten. Vertreter dieser konstruktiven Grafik waren vorerst Ernst Keller, dann Josef Müller-Brockmann, Richard Paul Lohse, Max Bill, Carlo Vivarelli, Hans Neuburg und die Nachfolger Armin Hofmann, Jörg Hamburger, Siegfried Odermatt und Rosemarie Tissi.

In der Arbeitsgemeinschaft der zwei Zürcher Gestalter, Rosmarie Tissi und Siegfried Odermatt sind intelligente, subtil formale und typografisch überzeugende Arbeiten entstanden. Die meisten der Plakate sind konzeptionell eigenständig, markant in der Schriftwahl, teils abstrakt, aber immer formal überzeugend. Ihre sachbezogenen Bild-Text-Photoplakate sind manchmal verfremdet, manchmal spielerisch-leicht.

Die hier genannten Grafiker haben die Schweizer Grafik nachhaltig stimuliert und geprägt. Sie alle vertreten eine strenge Stilrichtung: einfache Grundformen und ein architektonisches Formgefühl, was die Schweizer Gebrauchsgrafik zu internationaler Wertschätzung verhalf. Bewusst gestaltete Formen, Flächen und Linien wurden gesetzmässig aufgebaut und verhalfen dem grafischen Erzeugnis zu Weltruf.

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